Redwoodarboretum mit heimatlichen Begleitarten in 2013

 

 

                                                

                                                                                                                                        Arboretum in 2016

 

 

 

                                                                                                                ARBORETUM          

Das Herzstück der relativ kleinen und zerstreuten Anbauflächen bildet das im Jahr 2001 begründete Arboretum.

Aus den zurückliegenden Versuchen die mit den Aussaaten von 1980 begannen ließen sich bis 2001 einige wenige Pflanzen selektieren, die vegetativ vermehrt wurden. Diese Klonpflanzen, auch Ramets genannt wurden in kleinster Stückzahl gemischt in weitständiger Pflanzung auf einer Fläche von ca. 20ar verteilt. Die höchsten Redwoods haben Ende 2015 auf dem schweren Lehmboden etwas über 15m erreicht. Eine kleine Erweiterung um nochmals 2,5ar fand 2013  statt. Ergänzt wurden diese um einer genmäßigen Einengung vorzubeugen durch weitere vegetativ vermehrte Pflanzen aus anderweitigen Anbauversuchen mit überdurchschnittlicher Eignung. Berücksichtigt wurden z.B. die Herkunft Kaldenkirchen und die Sorte "Kalte Sophie". Da dies ein laufender Prozess ist können sich dennoch einige Exemplare als weniger geeignet herausstellen. Weiterhin ergibt sich die Möglichkeit die verschiedenen Klone zu vergleichen. Nachgeahmt wurde also der Charakter einer kleinen Samenplantage. Zukünftig ließen sich sicherlich weitere geeignete Ausleseexempare finden. Sofern sich die Anpflanzung wunschgemäß entwickelt sollte es möglich sein hoffentlich etwas überdurchschnittlches Saatgut in der Zukunft zu erhalten. Hierzu wäre ein weiterer Ausbau dieser Anlage wünschenswert.

Unterhalb des Redwoodarboretums schließt sich ein Streifen von ca. 100x50m an der einer größeren Windwurffläche aus 1998 enstammt. Hier hatte sich ursprünglich eine natürliche Wiederbewaldung aus vorwiegend Birken und Erlen mit geringen Anteilen von anderen Arten angesamt, teils aber auch unbestockte Flächen. In diesen Streifen wurde ab ca. 2005 ein kleinerer Bestand aus einigen Gebirgsmammutbäumen Herkunft Lorch Bwttg., Nordmannstannen, Weihrauchzedern und einheimischen Waldkiefern etabliert. Benachbart stehen zusätzlich einige Redwoods und Riesenlebensbäume mit einer größeren Anzahl von Hemlocktannen in möglichst naturnaher Verzahnung mit der angeflogenen natürlichen Verjüngung. Hier gilt ein Augenmerk inwiefern sich Helmlocktanne aus dt. Verjüngung evtl. besser schlägt als importierte Pflanzen. Da bei Hemlock Hallimasch und Spätfrost große Schadfaktoren sind könnten sich zumindest in der Theorie Anpassungsprozesse ergeben bei Naturverjüngung hierzulande. Bei einem solchen Vergleich sind aber alle Standorte mit gestörten Bodenverhältnissen, wie alte Bodenverdichtungen durch Befahren oder sehr enger Stand neben befahrenen Rückegassen außen vor zu lassen.

Immerhin sind im ca. 20km entfernten Arboretum Grafenberg auf tiefgründigerem Boden und bei 120mm mehr Jahresniederschlag, ca. 100m höher gelegen aber bei wohl etwas weniger Tauniederschlag als in Unterensingen bereits deutliche Absterbevorgänge bei den ebenfalls 7 bis 10m hohenTsugen zu beobachten. In Bad Wildbad im Schwarzwald haben sich ca. 50 bis 60 jährige Tsugen auf einem steilen Blockschutthang bevor sie Hallimasch und Trockenheit zum Opfer fielen sehr reichlich ausgesäat. Auch an dieser ca. 20 jährigen Verjüngung sieht man keine Schäden.

Soll aber nicht heißen, daß bei Naturverjüngung kein Schaden zu erwarten wäre, sondern daß dieser evtl. sichtlich geringer ausfallen könnte - oder eben auch nicht.

In Unterensingen scheint bisher die Herkunft Eibensbach aus dem Stromberggebiet Bwttg. am robustesten, gefolgt von Herkunft Dieburg/Bayern. Die kanadische Herkunft Shuswape Lake 600m ü. NN. hatte sehr große Ausfälle durch eine Kombination von Mäusebefraß, Spätfrost und Hallimasch. Leider sind jetzt aber in 2017/18 zwei bereits um die 12m hohen Tsugen Herkunft Diedorf/Augsburg nachdem ein vorgelagerter Altholzbestand entfernt werden mußte und ebenfalls wohl dem extrem trockenen Frühsommer 2017 geschuldet abgestorben. Für Tsuga scheint ein wenigstens teilweises Abschirmen der heißen Nachmittagsonne sehr wichtig bzw. verträgt sie es nicht wenn die Sonne ihr auf den Fuß scheinen kann, aufgrund flacher Bewurzelung. Dieses Austrocknen des Oberbodens durch Sonneneinstrahlung dürfte das allergrößte Problem für Tsuga sein.

Im Exotengarten Diedorf stehen nur eine Handvoll älterer Tsugen - hier könnte auch Selbstbestäubung sich negativ auswirken. Einige Exemplare haben einen Schlängelwuchs, wie man ihn öfters bei der Bastardierung von europ. und jap. Lärche findet. Tsuga canadensis ist dort auch vertreten. Die zahlreicher angepflanzte Herkunft Eibensbach/Stromberggebiet entstammt einem 40-50 jährigen Reinbestand ca. 40x40m groß, der 1998 geworfen wurde.  Man wird sehen ob sich einige Tsugen halten werden. Aber um noch was positives zu erwähnen - die Tsugen waren nach dem Kälteeinbruch zur Wende Februar/März 2018 im Gegensatz zu vielen Douglasien völlig unbeschadet.

Der aktuelle Sommer 2018 dessen Trockenheit sich weiterhin bis jetzt Stand Mitte November hinzieht wurde jedoch von den Tsugen und allen sonstigen Exoten ohne Ausfälle bis jetzt überstanden. Im weiter zu trockenen Jahr 2019 traten an weiteren 3 Pflanzen Schäden auf. Zweimal Hallimasch und einmal Trocknis mit Borkenkäferbefall. Bei Borkenkäferbefall harzen die Pflanzen sehr stark am Stamm, wobei sich der Schaden vom Gipfel aus nach unten bewegt.

Bei Hallimasch ebenfalls nach Trockenheit sterben im unteren Drittel bis Hälfte fortlaufend Seitenäste von unten nach oben ab mit schnellem Verlauf.

 

 

                                                                                   

                                                                                         Hallimaschbefall an Tsuga Herkunft Shuswape Lake Kanada, ca. 15 Jahre nach Pflanzung.

 

 

 

 

                                                    

                                                                                                  Arboretumserweiterung von 2013 im Dezember 2016 im Rauhreif

 

 

 

 

                                                               

                                                                              Hemlocktannen Herkunft Stromberg Bwttg. neben Weichhölzern

 

 

                                                                  

                                                                       Hemlocktanne, Herkunft Eibensbach Stromberg, gepfl. 2005 in 2019 mit reichlich Zapfen

 

                                                          

                                                      

                                                                   

                                                                             Unterhalb des Arboretums sind die Redwoods auch mit einheimischen Arten gemischt

 

 

 

Neben der im Vordergrund stehenden Selektion auf Frosthärte bieten sich weitere Kriterien an. Schnellwüchsigkeit sollte bei der Selektion nicht verloren gehen, da dies für das Gedeihen im Forst deutliche Nachteile bringen würde. Im Sommer werfen die Redwoods auffallend alte Kurztriebe ab, verkahlen also nach innen etwas, was zu diesem Zeitpunkt doch unschön aussehen kann. Offenbar gibt es aber auch Exemplare mit nur geringer Auskahlung. Desweiteren ist der Habitus und die Nadelfarbe sehr variabel, was sich für weitere Auslesen anbietet. Eine Selektion auf Schneedruckfestigeit dürfte allerdings schwierig werden aufgrund des weichen Holzes.

Zwieselansätze treten immer wieder auf. In der Regel setzt sich aber immer wieder ein einziger Leittrieb durch. Es besteht aber offensichtlich bei einigen Exemplaren eine deutlich erhöhte Neigung zu Verzwieselung, sei dies erblich bedingt oder evtl. Ausdruck mangelnder Frosthärte. Im Zweifelsfall sollten sie ansatzlos am Stamm entfernt werden soweit noch vom Boden erreichbar. Der günstigste Zeitpunkt hierfür dürfte das Frühjahr bis Frühsommer sein. Irgend ein Risiko für den Baum besteht nicht. Starke Zwiesel, die eine zu starke Lücke hinterlassen würden, können auch in zwei Schritten entfernt werden. Hierzu leitet man an geeigneter Stelle auf einen annähernd horizontalen Seitenast ab.

 

 

 

                                                                     

                                                                               Sommerliche Auskahlung, sowohl individuell als auch standortabhängig

 

 

 

 

                                                                                                               PFLANZENLISTE

 

Neben der Funktion als Samenquelle soll die Anlage jedoch auch ein Vegetationsbild des heimatlchen Redwoodvorkommens darstellen. Hierbei konnte jedoch nur auf die wichtigsten Begleitbaumarten zurückgegriffen werden. Maßgebend sind hier Platzgründe als auch fehlende Bezugsmöglichkeiten sowie mangelndes Gedeihen.

Folgende Arten wurden berücksichtigt, wobei hier fast ausschließlich auf im regionalen Umfeld aufgelaufene Naturverjüngung zurückgegriffen wurde.

 

Douglasie                    Pseudotsuga menziesii            örtliche Naturverjüngung 

 

Küstentanne                Abies grandis                            Naturverjüngung Unterensingen und Forstamt Grafenberg/Reutlingen

 

Hemlockstanne           Tsuga  heterophylla                  Naturverjüngung Exotengarten  Diedorf/Augsburg u. jeweils ein Exemplar Bad Wildbad und Nagold, 

                                                                                         unterhalb Arboretum von Ost nach West Eibensbach,Bwttg.,  Diedorf/Bayern und kleinere Exemplare        

                                                                                                   Shusewape Lake Kanada 600m ü.NN

 

Riesenlebensbaum      Thuja plicata                             Forstamt Sternenfels, Grafenberg und Stuttgart

 

Sierratanne                 Abies concolor Lowiana           Forstamt Grafenberg/Reutlingen

                                    (weiter östlich im Inland wachsend)

 

 

Randseitig stehen einige Bergahorne, angeflogene Birken und Weiden wurden fast vollständig entfernt.

Zur Abrundung des Bildes wurden weiterhin einige einheimische oder eingebürgerte Arten zugesellt als da sind Stechpalme, Buchsbaum, Eibe, Vogelbeere und Eßkastanie.

Dies sollen Anklänge an den Lorbeerwald sein an den sich das Redwoodvorkommen vegetationsmäßig etwas anlehnt.

 

                                                                                                                

                                           

                                                                                                                                                                     

 

                                                                               

                                                                                       Links Zweige der Thuja, Mitte Hemlocktanne, rechts Douglasie         

 

            

 

                                                                 

                                                       

                                                              Standortbedingt ausladender Redwood Herkunft Jededia Smith N.P. vegetative Vermehrung

 

 

 

 

                                                   

                                                                                            Links Hemlocktanne, Mitte und rechts Redwood

 

 

 

 

                                                                         

                                                                               Abies concolor Lowiana Sierratanne mit langen kammartigen Nadeln

 

 

 

                                                        

                                                                                Linksmittig Redwood Herkunft Jededia Smith N.P. vegetativ vermehrt mit rechts Riesenlebensbaum

 

 

 

 

 

                                                       

                                                                                                           Winterlicher Blick ins Arboretum

 

 

 

 

 

                                                                                                           GESTALTUNGSKRITERIEN

Nun wird sich für den hoffentlich interessierten Nachahmer die Frage stellen wie er eine kleinere Anpflanzung anpacken könnte. Dazu ist zuerst eine Abschätzung der standörtlichen und klimatischen Gegebenheiten erforderlich. Sofern noch keinerlei Anbauerfahrung in der näheren Umgebung vorhanden ist, wie dies in den allermeisten Fällen so sein wird, sollte man dies in kleinem Maßstab angehen. Grundsätzlich sind milde luftfeuchte Lagen in Wassernähe geeignet. Je nach Lage wird man sich auf Einzelexemplare oder kleine Gruppen beschränken um Erfahrungswerte zu sammeln. Da wo die Situation jedoch günstig erscheint könnte man auch eine kleinere Anpflanzung oder ein kleines Arboretum anlegen. Da der wirtschaftliche Nutzen der Bäume vorerst völlig im Hintergrund steht, bietet es sich an Anpflanzungen an viel begangenen Waldwegen anzulegen. Hier, wo die Erholungsfunktion des Waldes im Vordergrund steht,  können die Mammutbäume aufgrund ihres dekorativen Charakters, möglichst ansprechend integriert, ihren Beitrag leisten. 

Selbstverständlich ist es nicht notwendig ein Abbild des Heimatvorkommens zu erstellen, bzw. können je nach Wuchsgebiet die eine oder andere angeführte Art gar nicht oder schlecht gedeihen. Für eine kleinere Anpflanzung ist die Beschränkung auf wenige Arten zu empfehlen. Wichtig ist daß die Arten sowohl optisch harmonieren als auch in ihren Wuchsverläufen. Wie bereits erwähnt können heimatliche Begleitarten mit unseren Wuchsbedingungen nicht klarkommen bzw. verschieben sich bei uns die Wuchsrelationen so daß man bei der Benachberung flexibel sein muß. Derjenige der sich als Pflanzensammler sieht kann durchaus auch Arten verschiedener Länder oder sogar Kontinente kombinieren. Den roten Faden sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, d.h. in dem Fall nur Arten kombinieren die bewährt sind und in ihrem Heimatgebiet unter vergleichbaren ökologischen Bedingungen gedeihen. Voraussetzung für ein adäquates Gedeihen ist immer eine Analyse der vorliegenden Standortbedingungen denen die Ansprüche der ins Auge gefaßten Arten gegenübergestellt werden. Da wo z.B. die Frostgefahr zu groß oder feuchtigkeitsliebende Arten auf trockenem Standort gepflanzt werden kann keine zufriedenstellende Entwicklung erwartet werden. Eine Anpflanzung die ausschließlich auf Sammelleidenschaft aufgebaut ist ist daher problematisch.

Grundsätzlich sollte man mit Rücksicht auf die einheimsiche Pflanzen- und Tierwelt immer nur eine fremdländische Art mit einheimischen Arten vergesellschaften. Bei kleineren Schaupflanzungen sollte aber eine größere Vielfalt möglich sein. Am einfachsten ist selbstverständlich der Reinbestand jedoch präferiere ich aus optischen und ökologischen Gründen den Mischbestand. Vor einer unmotivierten Verwendung nichtheimischer Arten, die visuell von heimischen Arten stark abweichen sei nochmals gewarnt, da dies zurecht Kritik hervorrufen kann. Es ist immer auf eine ansprechende Einbindung in die vorhandene Waldlandschaft zu achten.

 

 

 

                                                            

                                                                                Redwoodpflanzung in Hülsen im Anschluß an Fichtennaturverjüngung mit Weichhölzern überstanden                  

 

 

 

                                                                                                

                                                             

                                                                                   Auf der nördlichen Seite geben jüngere Hemlocktannen einen passenden Rahmen

 

 

 

 

Manch ein Mammutbaumfreund wird der Versuchung nicht widerstehen können auf beschränkter Fläche evtl. sogar auf einem Grundstück inmitten landwirtschaftlich genutzter Umgebung alle drei Mammutbaumarten anzupflanzen, evtl. sogar zusätzlich deren in Habitus und Blattfarbe abweichende Sorten, ergänzt mit der ein oder anderen Begleitart aus dem Heimatvorkommen oder aus der weiten Welt. Dies führt jedoch leider meist zu einem optisch unbefriedigten Bild, da die einzelnen Pflanzen nicht richtig miteinander harmonieren. Insbesondere Küstenmammutbaum und Gebirgsmammutbaum besetzen in der Heimat deutlich abweichende Habitate und haben demzufolge auch ihre spezielle Benachbarung. Irgendwelche Sorten der Mammutbäume, sofern es sich nicht lediglich um frosthärtere Auslesen handelt, benötigen eine parkartige Stellung um ihre Wirkung zu entfalten. Zudem sind diese meist konkurrenzschwächer. Solche Anpflanzungen eignen sich eher für weitläufige Parks und in bescheidenerem Umfang für Waldlehrpfade.

Grundsätzlich gilt daß in Waldlage auch fremdartigere Gehölze mit etwas Geschick optisch integrierbar sind. In der freien Landschaft wirken Anpflanzungen die von eindeutig fremdartig aussehenden Arten dominiert werden meist jedoch als Fremdkörper, wenn der begeisterte Pflanzer dies auch meist nicht wahrhaben will.

Viele fremdländischen Arten leiden bei uns unter einer erhöhten Hallimaschanfälligkeit. Dies rührt meist daher, daß sie hier nur  suboptimale Wuchsbedingungen vorfinden. Empfindlich sind Gebirgsmammutbaum, Urweltmammutbaum, Küstentanne und ihre Hybride, Tsuga heteropylla und viele mehr. Bei Anpflanzung auf Waldwiesen kann man dieses Problem umgehen, da dort der Hallimasch nicht vorkommt. Um so mehr kommt er jedoch auf alten Laubholzschlägen vor. Mit einsetzendem Bestandesschluß soll der Befall zurückgehen. Speziell beim Gebirgsmammutbaum kann ein dichter Bestandesschluß aber wiederum zu einer Schwächung der Bäume führen, was konträr wieder den Befall provozieren kann.

 

 

 

 

                                                                                                                                    GESTALTUNGSBEISPIELE

Folgend einige Pflanzbeispiele für den Küsten- und Bergmammutbaum die die Problematik der Einbindung einer fremdländischen Art veranschaulichen sollen. Bei diesen imponierenden Arten sollte schon ein gewisser Gestaltungswille erkennbar werden, sofern es sich nicht tatsächlich nur um eine reine Holzplantage handelt.

 

 

 

                                                                   

                                                                                                Aufreihung in der freien Landschaft entlang eines Weges - leider ein Fremdkörper

 

 

 

 

 

                                                                                     

                                                                                                                        Einseitige Allee aus Bergmammutbäumen Abstand ca. 10m

 

 

 

 

 

                                                                   

                                                                                     Schematische Aufreihung mit kleinen Abständen am Waldrand verstärkt den fremdartigen Eindruck

 

 

 

 

 

                                                                  

                                                                                                Eine etwas versetzte Anordnung wirkt bereits wesentlich natürlicher

 

 

 

 

                                                                  

                                                                 Trotz weitem Abstand wirken die Gebirgsmammutbäume hier am Waldrand durch die noch niedrige Hinterpflanzung überbetont 

 

 

 

 

 

                                                                                                    

                                                                                                Redwood ist zwar im Habitus unauffälliger wirkt aber dennoch durch seine schönen roten Stämme

 

 

 

 

 

                                                                                               

                                                                                                                   Redwood fügt sich optisch problemlos in den Laubholzmischwald

 

 

 

                                                                                              

                                                                                                                                                  

                                                                                          Von Dimensionen wie am Anstieg der franz. Pyrenäen muß man hierzulande vorerst aber noch träumen

 

 

 

 

 

                                                                            

                                                                          54 jähriger Bm - Bestand bei Lorch Bwttg.  Ursprünglich mit vielen Begleitarten gestartet, die aber fast alle entnommen werden mußten.

                                                                          So jetzt großzügige Platzzuweisung, daher wohl noch keine Kronenschäden eingetreten wie anderen Ortes öfters sichtbar. Ohne die

                                                                             Laubholzvorblendung wäre das Bild aber wesentlich fremdartiger. Aber auch so - ein Wald im Wald. 

 

 

 

 

                                                                                              

                                                                                                   Für  eine beeindruckenden Anblick bedarf es jedoch in der Regel nur weniger Mammutbäume

 

 

 

 

 

                                                                                             

                                                                                                               Lärche und kiefer harmonisieren optisch gut mit dem Gebirgsmammutbaum

 

 

                                                                                   

                                                                                       Eine überlegte Auswahl der Örtlichkeit und eine ansprechende Gruppierung führen zu einem harmonischen Bild

 

 

 

 

                                                                       

                                                                                                    Der Habitus des Küstenmammutbaumes ist im Gegensatz zum Bergmammutbaum eher unauffällig

 

 

 

 

                                                                      

                                                                                                       Der Stamm macht aber insbesondere im Winter dem Namen alle Ehre

 

 

 

 

                                                                                                                 GESTALTUNGSKRITERIEN GEBIRGSMAMMUTBAUM

Gern wird auch insbesondere der häufig verwendete Gebirgsmammutbaum Sequoiadendron giganteum als einseitige Allee entlang von Waldwegen oder Waldrändern gepflanzt. Während der Mammutbaumfreund meist alles schön findet wird der durchschnittliche Waldbesucher dies nicht immer so empfinden. Eine Aufreihung entlang des Waldrandes kommt zwar dem Lichtbedürfnis insbesondere des Gebirgsmammutbaumes entgegen, fügt sich jedoch meines Erachtens meist schlecht in die Gesamtperspektive ein, da in diesem Fall die Fremdartigkeit der Bäume zu sehr ins Auge fällt und eine Monotonie entsteht. Ausgenommen selbstverständlich eine ganz kurze Reihung von wenigen Bäumen. Im Waldesinnern wird die Fremdartigkeit jedoch von den anderen umgebenden Arten kompensiert und aufgefangen. Außerdem entsteht im Waldinnern meist ein angenehmer Überraschungseffekt, da die Bäume erst aus kürzerer Distanz sichtbar werden. Jedoch auch hier sollte mit Bedacht vorgegangen werden.

Sehr eng gepflanzte Reihungen wirken bereits im jugendlichen Alter wie eine Mauer und lassen die Anbindung an die anschließende Waldvegetation vermissen. Daher lieber gleich auf Abstände von mindestens 10m gehen, die Altbäume sowieso benötigen. Noch natürlicher wirken Reihenabstände  bis zu 25m die mit schwächer wüchsigen Begleitarten ausgefüllt sind und daher den Charakter des Mammutbaumes als dominierende Art unterstreichen. Vom Waldweg sollten die Mammutbäume ca. 6-10m abgerückt werden, da sie so optisch vom Besucher besser erfaßt werden können. Eine Aufastung auf ca. 6m Höhe steigert den Holzwert und läßt die Bäume weniger fremdartig aussehen. Gleichzeitig wird der schöne Stamm sichtbar. Der Küstenmammutbaum fügt sich aufgrund seines lockeren Wuchses und der eibenähnlichen Benadelung recht gut bei uns ein. Allerdings sollte man beim Gebirgsmammutbaum Sequ. giganteum mit allzu massierter Pflanzung vorsichtig sein. Seine fremdartige Benadelung und vor allem sein streng architektonischer Wuchs in den ersten 50 Jahren können bei allzu engen Pflanzabständen fremdartig und unnatürlich im Wald wirken. Dieser geometrische Wuchs sollte durch benachbarte lockere Gehölze aufgefangen werden. Ein Grundbestand für den Gebirgsmammutbaum könnte in Anlehnung an das Heimatvorkommen Waldkiefer, Weißtanne, etwas abgesetzte Lärchen und etwas schwächer wüchsige Laubbaumarten umfassen.

Von einer Doppelreihe, also einer beidseitigen Allee sollte man absehen, da dies noch fremdartiger aussieht. Da eine solche Allee jedoch der Traum von vielen Mammutbaumfreunden ist dazu einige Anmerkungen. Eine solche Allee ist ein imponierendes Gestaltungselement, jedoch kein Selbstzweck, sondern sollte immer zwei ablesbare Örtlichkeiten miteinander verbinden. Wird sie anbindungslos womöglich in die grüne Wiese gesetzt ist dies leider ein gestalterischer Mißgriff unabhängig der Schönheit der einzelnen Bäume.  

Alternativ könnte man gleichfalls eine lockere Anordnung von Einzelbäumen und Kleinstgruppen im Randbereich erwägen. Grundsätzlich wirken die Mammutbäume als feuchtigkeitsliebende Arten in einer Waldgesellschaft die aufgrund von Klima und Boden von trockenheitsliebenden und anspruchslosen Arten geprägt ist etwas unpassend. Von einer Anpflanzung in Streuobstbereichen sollte man grundsätzlich absehen. Zwar kann dies gelegentlich ein Hingucker sein, jedoch hat der Mammutbaum dort als  unpassendes Element nichts verloren.

 

 

 

                                                                      

                                                                                                                     Bergmammutbaum in Streuobstwiese - das paßt nicht

 

 

 

                                                                               

                                                                                  In dieser Übergangsituation von Obstwiese zu nahem Wald mag man es noch halbwegs passen 

 

 

 

Offenbar hat es sich auch noch nicht bei allen Baumfreunden herumgesprochen, daß für Wiesenaufforstungen egal mit welchen Arten und Abständen eine Aufforstungsgenehmigung von Nöten ist sofern ein waldähnlicher Zustand entsteht. Grundsätzlich dürfen Exoten nur zu forstlichen Zwecken im Wald angepflanzt werden. Bei einzelnen Exemplaren in der freien Landschaft wird seitens des Naturschutzes dies oft toleriert, nicht jedoch bei größeren Anpflanzungen. Wer Mammutbaumarten innerhalb der Bebauung pflanzt, sollte sich an die jeweiligen Vorgaben des Nachbarschaftsrechtes halten. In B.-Wttg. sind z.B. für großwüchsige Nadelholzarten 8m Grenzabstand zum Nachbarn vorgeschrieben.

Unterschiedliche Arten die aber auf ähnlichen Standortbedingungen wachsen harmonieren auch visuell. Durch Vorblendung heimischer Arten bzw. Durchmischung mit denselben läßt sich im allgemeinen ein ansprechendes Bild erzeugen. Vorhandene Althölzer aus passenden Arten z. B. Douglasie bei der Anpflanzung von Redwood bieten einen passenden Rahmen und Hintergrund.  Von zu großen von ausländischen Arten dominierten Anpflanzungen sollte Abstand genommen werden.

 

Für die Redwoods sind als Benachberung grundsätzlich eher Baumarten sog. 2. Ordnung, also etwas kleiner bleibende Arten geeignet, da diese nicht so bedrängend sind. Dies ergibt sich aus der Tatsache daß die Redwoods bei uns lediglich Höhen zwischen 25 und 35m erreichen. Es sei im folgenden auf einige in Frage kommenden Arten eingegangen.

 

 

 

                                                                                

                                                                                     Links 2 Riesenlebensbäume, in der Mitte eine Douglasie

 

 

 

 

                                                               

                                                                                                       Junge Anpflanzung - links Riesenlebensbaum, rechts Hemlocktanne

 

 

 

 

                                                               

                                                                                                           Starke Stämme der Thuja beim Fernsehturm nahe Stuttgart

 

 

 

 

                                                               

                                                                                                           Thujagruppe beim Fernsehturm Stuttgart mit Höhen zwischen 35 bis knapp 40m

 

 

 

 

 

                                                                                                               BEGLEITARTEN REDWOOD

 

 

                                                                                                                       NADELHOLZARTEN

Thuja plicata, der Riesenlebensbaum im Heimatgebiet vorkommend gedeiht auch bei uns zufriedenstellend. Ist jedoch mindestens so windwurfgefährdet wie die Fichte auf schweren Böden. Im Wuchsverlauf harmonierend mit ähnlichem Holz wie Redwood.

Tsuga heterophylla, die Hemlockstanne ebenfalls im Heimatgebiet vorkommend ist nicht so klimastabil wie die Thuja. Ein absoluter Flachwurzler. Sie benötigt sehr tiefgründige kapillarreiche frische Böden neutraler bis saurer Reaktion  die Wasser in Trockenphasen nachliefern und hohe Luftfeuchtigkeit. Stirbt oft bei uns bereits im mittleren Alter ab. Auf flachgründigen Mittelgebirgslagen trotz höherer Niederschläge trockenheitsempfindlich. Passt jedoch optisch hervorragend zum Redwood - evt. nur als Zeitmischung einplanen in geringer Anzahl. Wuchsverlauf harmoniert. Holz z.B. im Saunabau. Allerdings reagiert Tsuga äußerst allergisch meist sogar mit umgehendem Absterben auf  Milieuveränderungen in ihrer Umgebung, z.B. Durchforstung oder Freistellung. Diese dürfen nur im späten Herbst bis Januar/Februar durchgeführt werden bei möglichst trübem Wetter.

Larix leptolepsis, die japanische Lärche ist zwar noch schnellwüchsiger passt jedoch optisch gut. Am besten vereinzelt nordseitig mit etwas Abstand anordnen.

Abies grandis oder die Hybride Abies concolor Lowiana haben sich leider zumindest unter trockeneren Inlandbedingungen als trocken- und in Folge krankheitsanfällig erwiesen. Ursache dürfte mangelnde Wurzelenergie sein. Die Douglasie kann schwerere Böden deutlich besser erschließen ist aber aufgrund ihres langanhaltenden Wuchses als dauerhafter Nachbar ungeeignet.

Da wo die einheimische Tanne Abies alba in Tieflagen unter Spätfrösten leidet könnte außerdem die Nordmannstanne Abies nordmanniana verwendet werden. Optisch sicherlich gegenüber den amerikanischen Tannen zweite Wahl ist sie dafür klimastabil.

Die Scheinzypresse Chamaecyparis lawsoniana wurde als Beimischung im Arboretum Burgholz bei Wuppertal verwendet. Sieht für meinen Geschmack jedoch sehr fremdartig aus. Wurde dort komplett von den Redwoods überwachsen. Ebenso dürfte das Wachstum der in der Heimat ebenfalls sporadisch vorkommenden Weihrauchzeder Libocedrus decurrens unter hiesigen Bedingungen nicht ausreichen.

 

                                                                                                         LAUBHOLZBEGLEITARTEN

Die meisten Laubhölzer haben den Nachteil, daß sie sehr schnell starten und daher den vegetationsdruckempfindlichen Redwood in Bedrängnis bringen. Daher mit Abstand oder evtl. zeitverzögert pflanzen.

Um das Bild aufzulockern sind Arten mit leuchtenden Beeren oder schöner Blüte erwünscht. Ebenso bilden Arten mit großen Blättern einen schönen Blattkontrast zu den Redwoods. Zu nennen sind hier Berg- und Spitzahorn. Ebenfalls passend die Vogelkirsche Prunus avium mit schöner Blüte. Optisch sehr passend die Eßkanstanie Castanea sativa mit großen Blättern und schöner Blüte. Die Vogelbeere Sorbus aucuparia belebt ebenfalls mit schöner Blüte und folgenden roten Früchten. Im Randbereich mag sogar der Wildapfel Malus domestica ein Plätzchen finden, ebenso wie weitere seltene Arten wie Elsbeere Sorbus torminalis und Speierling Sorbus domestica. Auch einige Weiden als Frühlingsblüher kann man zulassen.  Ebenso Erlen, die in der Heimat an feuchten Stellen von Redwoodverjüngung durchwachsen werden. Gut passt auch im Randbereich die Stechpalme Ilex aquifolium und der Schneeball Viburnum opulus.

 

 

 

 

 

                                                                                                    ANBAUKRITERIEN GEBIRGSMAMMUTBAUM

Da der Verwandte der Gebirgsmammutbaum Sequoiadendron giganteum bei uns in Deutschland auch in Waldlagen recht viel angepflanzt wird zu diesem einige Anmerkungen. Während der Küstenmammutbaum in seiner Heimat auf besten Standorten auch Reinbestände bildet ist dies beim Gebirgsmammutbaum nicht der Fall. Dieser ist eine erklärte Mischbaumart in den relativ kleinen Groves in der Sierra Nevada die sein letztes Refugium sind. Es handelt sich hierbei von Natur aus um eine halboffene Waldgesellschaft. Ursache sind die häufigen Bodenfeuer, die nachdrängende Schattbaumarten reduzieren. Gelegentlich können sich diese auch zu kleineren Kronenfeuern entwickeln und so größere Lücken entstehen lassen, in denen sich der Mammutbaum ansamen kann. Die heute sichtbaren geschlossenen Waldbestände haben sich erst durch die menschliche Feuerverhinderung entwickelt und stellen jetzt den Endpunkt der Sukzession dar. Durch gezielt angelegte Feuer wird inzwischen allerdings wieder versucht die natürlichen Zustände wieder herzustellen.

Zu beachten ist die klare vertikale Gliederung dieser Bestände. Der Gebirgsmammutbaum steht in älteren Exemplaren einzeln oder in Kleinstgruppen deutlich über dem Kronendach seiner Nachbarn, vorwiegend der Sierratanne Abies concolor Lowiana. Zwar sät er sich oftmals in kleinen Reinbeständen an, diese zerfallen aber im mittleren Alter aufgrund von Wassermangel und Vegetationsdruckempfindlichkeit so daß immer nur wenige übrigbleiben.

Leider hat sich bei uns immer noch nicht die Erkenntnis durchgesetzt, daß der Gebirgsmammutbaum nicht wie eine Fichte zu behandeln ist und man lediglich den Abstand vergrößern muß. Der Gebirgsmammutbaum ist eine langlebige Pionierholzart, die ausgiebige Kronenfreiheit benötigt. Wollte man den Abstand auf ein für den Gebirgsmammutbaum verträgliches Maß in einem Reinbestand einstellen hätte man keinen Wald mehr sondern einen Park. Man sollte sich also nicht von dem vordergründig guten Gedeihen jüngerer Reinbestände blenden lassen. Diese zerfallen späterhin genauso wie in Californien. Die Groves sind abweichend von ihrer Umgebung dadurch definiert, daß sie Schmelzwasser aber insbesondere Zuflüsse von Sommergewittern in der High Sierra erhalten. Nur dies sichert den Altbäumen ihr Überleben in den langen trockenen Sommern. Ohne diese Zuflüsse bekommen die Bäume außerhalb der Groves Wasserprobleme am Ende des Trockensommers.

Die richtige Pflanztechnik ist den Gebirgsmammubaum in einen evtl. sogar später anzulegenden Grundbestand langsamer startender Arten einzeln oder in Kleinstgruppen in weitem Abstand einzumischen. Gelingt es diesen bis zum Alter von ca. 20-25 Jahren vorwüchsig zu halten setzt stärkeres Wachstum ein das ihm ermöglicht diese Vorwüchsigkeit gegenüber den meisten Arten aufrecht zu erhalten. Nur ein überdurchschnittliches Freihalten vom Vegetationsdruck durch Schlagflora und anderen Gehölzarten ermöglicht es dem Gebirgsmammutbaum gesund zu bleiben. Ansonsten wird er geschwächt und insbesondere vom Hallimaschpilz zum Absterben gebracht, der vorzugsweise geschwächte Bäume angeht.

Jedoch keine Regel ohne Ausnahme. Wer auf beschränktem Raum verschiedene Herkünfte des Gebirgsmammutbaumes mischen will um eine Genauffrischung zu erreichen, es also in erster Linie um zukünftiges Saatgut geht, wird um einen Reinbestand nicht herumkommen. Sicherlich wird auch der eine oder andere Privatwaldbesitzer sich nicht auf wenige Exemplare beschränken wollen.

Trotzdem sei hier noch mal klar formuliert - wer vorbei an den geschilderten Standort- und Vergesellschaftungskriterien lediglich nach der Maxime viel Mammutbaum ist viel Ehr vorgeht wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weder ein wirtschaftliches noch insbesondere ein ästhetisches Ergebnis erreichen das dem Thema Mammutbaum gerecht wird.

 

 

      

                                               

                                                                      Annähernder Gebirgsmammutbaumreinbestand mit erheblichen Kronenschäden

 

 

Der Punkt ist eben, daß ca. ab dem Alter 50-60 in engeren Reinbeständen mit erheblichen Abgängen zu rechnen ist was sich sehr negativ auf das Gesamtbild des Bestandes auswirkt. Die vorab beschriebene weitläufige Einmischung ergibt jedoch ein jederzeit harmonisches Bild und ermöglicht es dem Gebirgsmammutbaum unbehelligt von gleichfalls störenden Artgenossen die notwendige vorherrschende Position aufzubauen. Will man einen ca. gleichhohen Reinbestand aus Gebirgsmammutbäumen wegen erkennbaren Engstandes meist schon verbunden mit erheblichen Kronenschäden durchforsten muß stark freigestellt werden um aufgrund der Vegetationsdruckempfindlichkeit den notwendigen Effekt zu erziehlen. Das Ergebnis ist eine aufgelöste Bestandesstruktur ohne die notwendige Gliederung, die weder gestalterischen noch ökologischen Ansprüchen gerecht wird.  

Es sei hier nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, daß an den grundlegenden Eigenschaften über die eine Baumart sich definiert weder durch Selektion noch Herkunftswahl des Saatgutes etwas zu ändern ist, lediglich eine überschaubare Leistungssteigerung ist dadurch möglich.

Aufgrund des vergleichsweisen kleinen und zersplitteten aber dennoch standörtlich einheitlichen Verbreitungsgebietes ist die Genvarianz beim Gebirgsmammutbaum nicht sehr erheblich. Daher sollte man sich bemühen die Standortansprüche zu erfüllen. Zu glauben auf tendenziell ungeeignetem Standort verbunden mit unzuträglicher Vergesellschaftung durch Selektion dennoch angepaßte Exemplare rausfiltern zu können ist zwar ein nachvollziehbarer Wunsch, jedoch aufgrund der geringen Genvarianz überwiegend Wunschdenken. Wichtig scheint es beim Gebirgsmammutbaum aufgrund der starken Zersplittung des Heimatvorkommens bei der Samenbeschaffung auf die größeren Groves zurückzugreifen,  bei denen die größte Genvarianz vermutet werden darf bzw. eine geringe Inzucht vorliegt.

 

 

 

 

 

                                                                             

                                                                                 Beim Gebirgsmammutbaum gilt unten dicht und oben frei