VERSUCHSFLÄCHEN - AN DEN GESTADEN DES NECKARS



                                                                                                                                                                                                          

                                                                 .      

 

 

 

                                                                                                                                     LAGE VERSUCHSORT                                                                

Unterensingen liegt im Neckartal und gehört zum Albvorland. Südöstlich erhebt sich nach ca. 10km die Schwäbische Alb, im Westen steigt das Gelände  mit  einigen  kleinen Erhebungen, die von Seitenbächen des Neckars gegliedert sind zur Filderhochebene an auf  der in ca. 30 km Entfernung der Flughafen Stuttgart/Echterdingen liegt. Unterensingen kann klimatisch als Weinbaurandlage bezeichnet  werden. Die durchschnittlichen Januartemperaturen (0,6°C) sind kälter als an anderen Versuchsorten wie etwa Kaldenkirchen im Rheinland  (2,1°C), Arboretum Burgholz bei Wuppertal (1,2°C) oder Weinheim (1,6°C) an der Bergstrasse. Im klimatisch recht einheitlichen Herkunftsgebiet in Californien dürften die Januartemperaturen ihr unteres Limit bei 6°C finden,  weitestgehend jedoch kaum unter 7°C.

Die Anbauten sind ca. 1 - 5km vom Neckar westlich  gelegen. Neckarnah auf teils bis zur Oberfläche anstehendem bröckeligen Rätsandstein, ansonsten auf schwerem Lehmboden der ab 30-50cm Tiefe von Tonschichten unterlagert wird. Der Ph-Wert kann als leicht sauer eingestuft werden, in einer  Örtlichkeit als leicht  alkalisch. Die Anbauhöhe liegt zwischen 300-380m ü.NN. Im Winterhalbjahr kommen Nachtnebel häufig vor, die sich bis in die Vormittagsstunden halten können. Allgemein ist ein stärkerer Tauniederschlag über Nacht zu beobachten.  Dies gleicht die geringen Niederschläge von 710-750mm etwas aus. Da die Redwoods in ihrer Heimat jedoch meist  deutlich mehr als 1000mm und zusätzlich mehrere 100mm Nebelniederschlag zur Verfügung haben sind die Feuchigkeitsverhältnisse in Unterensingen deutlich ungünstiger. Allerdings sind bei uns die Niederschläge gleichmäßiger  verteilt und im Gegensatz zur Sommerdürre in der Heimat ist bei uns sogar in diesem Zeitraum der Niederschlag am höchsten.  Vegetationskundlich zählt das Gebiet vorwiegend zum reichen Hainsimsen-Buchenwald im kleinflächigen Wechsel mit anderen Buchenwaldgesellschaften.    

Zur Zeit, 2019,  gedeihen im Unterensinger Wald ca. 150 Küstemmammutbäume mit einer Höhe über 2m. 

 

 

 

                                  

 

Im Register des Vereins "Projekt Mammutbaum" sind die Redwoods größtenteils kartiert. Die Örtlichkeit und eine Kurzbeschreibung kann über untenstehenden Link aufgerufen werden.

                                                                                                                   Mapsuche - www.mbreg.de  (Adresse in Befehlszeile eingeben)

                                                                                          auf Inhalt gehen und dann im unteren Bereich die Kartensuche aufrufen

                                                                                                      

                                                                                                                                                                                                  

 

                                  

                                                                                                                Blick nach Osten übers Neckartal zur Schwäbischen Alb

 

 

 

                                               

                                                                                                                                Westlich des Neckars im "Redwoodgebiet"  

 

 

 

                                                

                                                                                                                        Im Winterhalbjahr bleibt der Bodennebel öfters bis in die Mittagsstunden hängen

 

 

Im folgenden einige Anbauversuche im Umkreis des Waldgebietes von Unterensingen, die vorwiegend aus vegetativer Vermehrung der im Kapitel "Herkünfte" vorgestellten Herkünfte fußen. Hierbei wurden die besten Pflanzen gesichtet und nach vegetativer Vermehrung in verschiedenen Klon-Kombinationen auf kleineren Flächen, auch teils in Mischung mit anderen Gastbaumarten oder auch einheimischen Arten ausgepflanzt. Samen bzw. Pflanzen gesicherter Herkunft von Redwood sind nur sehr schwer zu erhalten und beruhen oft auf Sammlungen kleinen Umfanges. Daher besteht evtl. doch die Gefahr genetischer Einschränkung, wenn diese Standpflanzen irgendwann später für die Nachzucht heran gezogen werden. Sofern die Möglichkeit des Zugriffes auf verschiedene Herkünfte besteht, sollte man daher für die 

momentane Anlage von Pflanzungen mindestens teilweise auf selektierte vegetativ vermehrte Pflanzen zurück greifen und so eine größere Genvarianz in die Pflanzung bringen.

Allerdings ist klar, daß nicht alle nach relativ kurzer Zeit ausgelesenen Individuen, die vegetativ vermehrt wurden, die Erwartungen erfüllen werden. Immer wieder lässt sich erkennen, daß die ausgewählten Pflanzen doch in der späteren Entwicklung Schwachpunkte aufweisen. Vorläufig scheint dies jedoch trotzdem ein gangbarer Weg, Kleinbestände höherer Güte zu erzeugen. Allerdings ist unter Schätzung des potentiellen Restbestandes, der auch Saatgut produzieren soll, darauf zu achten, daß nicht zu viele gengleiche Pflanzen verwendet werden. Positiv ist aber zu sehen, daß im Restbestand vorwiegend Pflanzen aus verschiedenen Herkünften benachbart stehen, was eine genetische Einengung verhindern sollte. 

Sollte sich der eine oder andere Leser jetzt ebenfalls für eine diesbezügliche Pflanzung interessieren, jedoch keine Bezugsmöglichkeit kennen, sei auf die Spezialitätenbaumschule Allerweltsgrün verwiesen. Diese führt Stand 2023 eine breites Angebot an verschiedenen Herkünften und vegetativ vermehrten Redwoods. www.allerweltsgrün.de

Im Folgenden einige Anpflanzungen jüngeren Datums. Einige ältere Anpflanzungen wurden bereits in anderen Kapiteln vorgestellt, wie z.B. das Arboretum oder im Kapitel Wachstum. Die ersten Samen wurden aus dem Stout Grove bei Crescent City nahe der Grenze zu Oregon mitgebracht und 1980 ausgesät. Eine weitere extrem südliche Herkunft erfror bereits 1984. Aus der Aussaat des Stout Groves entstanden ca. 40 Pflanzen, die aber nach den Extremwintern 1984/85 und 1985/86 auf 4 Überlebende schrumpften. Nach diesem Mißerfolg folgte erst mal  eine Denkpause und erst ab ca. 1996 wurden die Versuche mit Redwood mit teils neuen Herkünften im Kleinen fortgesetzt, da sich inzwischen die Klimaerwärmung deutlicher zeigte. Allerdings waren anfangs nur sehr wenige Herkünfte verfügbar, die evtl. geeignet erschienen klimatisch zu bestehen. Im Folgenden werden einige Anbauten vorgestellt. 


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Die ersten Anbauversuche von Redwood erfolgten in Unterensingen neben dem Sommerhaldeweg, einem Rundweg um einen kleinen Hügel. Dieser Rundweg ist wohl, da günstig von Unterensingen zu erreichen, der meist genutzte Wanderweg im Gebiet. 1983 wurden zwischen einer Laubbaumpflanzung ca. 15 bis 20 Redwoods der Herkunft Stout Grove bei Crescent City, nahe der Grenze zu Oregon, gepflanzt. Es folgten jedoch umgehend zwei sehr harte Winter. Der Winter 1984/85 mit -24°C im Januar, den die meisten Pflanzen dank reichlich Schnee überstanden und der noch schädlichere Winter 1985/86 mit -24°C Ende Februar. Letzteren Winter überstanden, trotz ebenfalls reichlich Schnee, nur noch 4 Pflanzen, mehr oder weniger geschädigt. Eine Pflanze allerdings an einem anderen Ort. Von den drei Redwoodpflanzen am beschriebenen Ort wurde Eine aufgrund ihrer Schäden total überwachsen und im Jahr 2000 in eine andere ca. 70m entfernte Neupflanzung umgepflanzt. Eine weitere Redwoodpflanze konnte sich nur dank forstlicher Eingriffe, eigentlich überwachsen, im Zwischenstand halten. Sie schaffte es aber nach 35 Jahren sich zwischen den Konkurrenten  hochzuschieben. Aufgrund des ständigen Konkurrenzdruckes ist der Stamm sehr schlank geblieben - die Jahrringe dürften bei ca. 5mm liegen. Im Jahr 2026 hat sie trotz schlechtem Start immerhin im Alter von 42 Jahren nach der Pflanzung eine Höhe von ca.  26m erreicht. Der Zustand ist jetzt vital.

Die Letzte der 3 überlebenden Redwoodsämlinge, sinniger Weise intern Nr. 1 genannt, entwickelte sich nach besagtem Extremwinter recht ordentlich, zeigte jedoch bei Schneefall die Schwäche aller Redwoods - eine anfangs ungenügende Standfestigkeit. Nach ca. 10 Jahren begannen allerdings die eng gepflanzten Buchen den Redwood immer mehr zu bedrängen und hätten ihn ohne forstliche Hilfe sicherlich überwachsen. Nach einigen Freistellungen hat dieser Redwood aber ab dem Dürresommer 2003, der die Buchen offenbar stärker mitgenommen hatte, die Konkurrenz weit überwachsen. Der Redwood ist Stand 2026 ca, 30m hoch und überragt die Buchen mindestens um 7m und ist weiter wüchsig.

Von diesem Redwood Nr. 1 wurden etliche Stecklingspflanzen erzogen und zwei Stück davon 1992 ca. 100m südlich, dicht am Sommerhaldenweg gepflanzt. Diese zwei Stecklingspflanzen entwickelten sich anfangs aufgrund von seitlicher Beschattung relativ langsam, haben aber Stand 2026 Höhen im Alter von 34 Jahren nach Pflanzung von 28 und 29m erreicht und stehen somit auf der Höhe eines Laubwaldes auf der anderen Wegeseite, der mindestens das doppelte Alter aufweist.





                                                                                                          Redwood gepfl. 1983, der sich die meiste Zeit im Zwischenstand befand Aufnahme 2010




                                                                           

                                                                                                                                         Bild oben mit Stammbild 2026



                                                                            

                                                                                                                      Der höchste Sämling Nr. 1 ca. 2022 im Laubholzbestand



                                                            

                                                                                                                  Die zwei Stecklingspflanzen von Nr.1 gepfl. 1992 im Jahr 2010 im Schnee



                                                                            

                                                                                                                                 Die beiden Stecklingspflanzen aus der Ferne in 2026         


                                                                               


                                                                                                                                    Die Stämme der zwei Stecklingspflanzen am Sommerhaldeweg



                                                                             

                                                                                                       Oben und unten - direkt benachbart stehen zwei Tulpenbäume mit verwundenem Wuchs

                                                                                                                      der auf Stammbrüche schließen lässt


                                                                                




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Im Jahr 1988 ereignete sich in einer im Wald gelegenen Gaspumpstation eine große Explosion, die auch den nahegelegenen Wald beschädigte. In dem Kontext fand eine kleinere Neuaufforstung entlang eines vielgenutzten Waldweges statt, der an der Gaspumpstation vorbeiführt. Dabei ergab sich auch die Möglichkeit einige wenige Exoten einzustreuen, wobei der Standort trotz leichter Kuppenlage sich als extrem staunass erwies.

Südlich beginnend wurde 1989 eine Sequoia sempervirens Herkunft Angwin aus 1000m ü.NN. und ein Stück weiter nördlich anschließend zwei Sequoiadendron giganteum Herkunft Altbäume Lorch im Schwäbischen Wald gepflanzt. 1991 folgte die Pflanzung zwischen Gebirgsmammutbäumen und Weg einer Sequoia sempervirens aus dem Stout Grove Californien bei Crescent City, nahe der Grenze zu Oregon. Eine Stecklingspflanze des höchsten Sämlings, bei der Erstaussaat dieser Herkunft in 1980. Von dieser Aussaat hatten nur 4 Originalpflanzen überlebt. Weitere 2 Pflanzen dieser Herkunft überlebten zwar den Extremwinter 1985/86 mit -24°C nicht - waren aber vorher vegetativ vermehrt worden und sind heute die höchsten Exemplare. 1995 folgte zum Schluß die Pflanzung einer Stecklingspflanze, die einer Absaat des bekannten Kaldenkirchener Bestandes entstammt, frischgrün und dicht belaubt ist - aber wohl einen Selbstbestäubungseinfluß aufweist. Entnommen wurden die Stecklinge von drei Pflanzen im Waldarboretum Weinheim/Bergstr., die vermutlich unterschiedliche Pflanzen sind - aber fast identisch aussehen. Es scheinen aber gewisse Unterschiede in der Wüchsigkeit zu bestehen.

Stand 2026 ergibt sich folgendes Bild.

Der Redwood aus dem Stout Grove hat ca. 25m Höhe, der Herkunft Angwin, an besonders staunasser Stelle, ca.  21m. Letzterer Redwood sah in seiner Jugend in der Belaubung einer Metasequoia etwas ähnlich. Weiter auffallend ist, daß sein Stamm eher grau ist, denn rotbraun wie normal. Ein insgesamt schmächtig wirkendes Exemplar. Eine gewisse Geneinengung in dieser extrem östlichen Lage ist zu vermuten. Einer der zwei Gebirgsmammutbäume ist fast so hoch wie der höchste Redwood, während der Zweite von einer Wildkirsche bedrängt wurde und zurückblieb - sich aber jetzt erholt.



                                                                                                                                                Der Redwood aus Angwin in 2026 ca. 21m hoch


                   

                                                                   An obigen Redwood aus Angwin schließt sich die Gruppe aus zwei vorne stehenden Redwoods und dahinter zwei Gebirgsm. an                                                                                                                                                                          Aufnahme aus 2012

                                            

                                                             

                                                                                                                         Obige Gruppe aus anderem Blickwinkel in 2026



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Im Jahr 2087 wurden 10 Stecklingspflanzen "Winterharte Selektion Burgholz" vom dortigen Arboretum nahe Wuppertal von der Baumschule Allerweltsgrün bezogen. 8 Stück davon wurden im Bereich des Seewaldrundweges 1989 gepflanzt. 1991 folgte dort noch eine Stecklingspflanze des höchsten überlebenden Sämlings des Stout Groves nahe der Grenze zu Oregon. Allerdings liegt hier ein recht toniger Lehmboden, leicht alkalischer Reaktion zugrunde - ein typischer Laubholzboden hier. Auch hier erwiesen sich die beigepflanzten Laubhölzer auf diesem eher wechseltrockenen Standort konkurrenzkräftiger und die Redwoods mußten mehrfach freigestellt werden. Die Hälfte der Redwoods der Herkunft "Winterharte Selektion Burgholz" ging allerdings im Winter 1994/95 bei -15°C und orkanartigen Kaltwinden ein. 

Stand 2026 sind noch 4 Redwoods der Selektion Burgholz und der 2 Jahre später gepflanzte Steckling aus dem Stout Grove übrig und haben Höhen bis 25m erreicht. Entgegen den Erwartungen zeigten die Exemplare aus Burgholz in vielen Wintern leichtere Verbräunungen und hatten sehr viele Stammausschläge im unteren Bereich. Dies war bei dem Exemplar vom  Stout Grove nicht so zu sehen. Im Arboretum Burgholz ist die Klonauswahl allerdings sehr überschaubar und beruht auf wenigen besseren Klonen der Selektion aus der Sequoiafarm Kaldenkirchen, zwei Exemplaren aus dem Arboretum Tervüren und dem Altbaum in Weinheim. Später wurde in Burgholz noch Nachzuchten einer Allee aus Südfrankreich verwendet.




                                                                                                                    Im Vordergrund Selektion Burgholz - dahinter Exemplar aus Stout Grove



                                                              

                                                                                                                                              Selektion Burgholz im Bestandesinnern



                                                                                                                                                                                                      Selektion Burgholz mit starkem Stammausschlag




                                                               

                                                                                                                                               Exemplar aus Stout Grove ohne Ausschläge



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Am Nordrand eines  alten Tannen und Fichtenbestandes auf kräftigem Lehmboden wurden in dessen Seitenschatten und einem nördlich angrenzenden jüngeren Fichtenreinbestand von damaligen ca. 10m Höhe 1997 einige Redwoods aus Stecklingsvermehrung in den relativ schmalen Zwischenraum von ca. 30m zwischen den beiden Beständen gepflanzt auf einem Abschnitt von ca. 100m Breite.

Verwendet wurden zwei Stecklingspflanzen aus dem Stout Grove bei Crescent City, nahe der Grenze zu Oregon, von einer sehr schnellwüchsigen Mutterpflanze, im Kapitel Wachstum als A1 bezeichnet, zwei Stecklingspflanzen der Baumschule Horstmann namens "Kalte Sophie", aus amerikanischen Parallelversuchen stammend,  ein Exemplar der Auslese "Frostharte Selektion Burgholz" und letztlich noch ein Klon einer Pflanze ebenfalls wohl aus dem Stout Grove, der aber auch aus einem Gartengelände stammen könnte und deutliche Selbstbestäubungsmerkmale zeigt.


Stand 2026

Neben einer riesigen Buche stehend, konnten sich die zwei Stecklingspflanzen "Kalte Sophie" eher schlecht als recht entwickeln - sie wachsen  ansonsten aber gut. Die zwei Pflanzen als A1 bezeichnet, haben sich sehr gut entwickelt, obwohl eine der beiden Pflanzen nur ca. 3,5m vor den ca. 10m höheren Fichten entfernt steht. Letztere ist zwar hoch, aber sehr schlank mit Jahrringbreite von 5-6mm. Die Höhen sind 25m und 29m. Selektion Burgholz und die Pflanze mit Selbstbestäubung sind in der Form etwas schlechter. Höhen ca. 25m.

Nicht weit entfernt von dieser Gruppe steht der Hauptklon von Kaldenkirchen, der auch im Seetal im Waldpark Weinheim/Bergstr. steht. Neben ihm steht eine Stecklingspflanze eines Redwoods im Botanischen Garten Stgt. -Hohenheim, an einem größeren Tümpel stehend. Die Pflanze aus Kaldenkirchen ist hervorragend wüchsig und von schöner Form, Höhe 29m, während die Pflanze aus dem Park Hohenheim deutlich abfällt.

Im weiteren Verlauf stehen noch zwei Stecklingspflanzen einer Absaat des Kaldenkirchener Bestandes. Die Mutterpflanzen dieser Stecklinge stehen Im Waldpark Weinheim in einer Kehre des Weges bei den älteren Redwoods, die aus einer Baumschule aus Frankreich stammen. Es stehen dort 3 Pflanzen dieser Absaat, deutlich jünger, als der Bestand aus französischem  Saatgut daneben. Sie zeichnen sich durch sehr hellgrüne hübsche dichte Beastung aus, wobei die spätere Entwicklung dort auch recht schlecht ist. Auch die zwei erwähnten Exemplare in Unterensingen fallen durch ihre hellgrüne Benadelung auf, sind sehr breitwüchsig und wenig vigurös.

Im Vergleich mit den Fichten, die wie gesagt bereits 8-10m  Vorsprung hatten, allerdings immer noch sehr dicht stehen und ca. ein oberes Niveau von ca. 25 bis 26m haben, sind die Redwoods der besseren Klone viel schnellwüchsiger und während die Fichten bereits recht matt dastehen sind diese Redwoods weiter wuchswillig und vital. Die zwei höchsten  Redwoods haben wie beschrieben im Alter von 29 Jahren eine Höhe von 29m erreicht - wären also im Umkehrschluss bei gleichem Start mindestens 8m höher. Aber auch hier wird deutlich, daß die Astreinigung der Redwoods ungenügend ist und nur bei sehr engem Stand annehmbar ist.



                                                                                                   Bilder Stand 2026 -  Der Hauptklon aus Kaldenkirchen mit überzeugendem Wuchs und Form




                                                                                                                                         Die als Erste beschriebene Gruppe aus 6 Redwoods



                                

                                                                                          Stecklingspflanze A1 aus dem Stout Grove bei Cresent City hat sich trotz beengtem Stand durchgesetzt




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Im Jahr 1997 wurde auf einer sehr kleinen, aber neckarnahen Fläche, die einen eher ungünstigen Eindruck machte, da der Boden aus bröckligem Sandstein mit geringer Lehmbeimischung bestand, erst drei Redwoods gepflanzt, die anschließend im Jahr 2000 auf 15 Stück erhöht wurden. Die Kleingruppe aus 2097 bestand aus einem unterdrückten Überlebenden der Aussaat des Stout Groves, der umgepflanzt wurde, dem Hauptklon von Kaldenkirchen und einem Steckling von einem Redwood im botanischen Garten Stgt. -Hohenheim. Die Gruppe aus dem Jahr 2000 bestand aus Stecklingspflanzen von zwei Redwoods ebenfalls aus dem Stout Grove, deren Mutterpflanzen allerdings im Extremwinter 1985/86 bei - 24°C erfroren waren und ca. 30m entfernt bereits weiterhin 1989 gepflanzt in jeweils einem Exemplar vorhanden sind und und inzwischen trotz späterem Start die höchsten Redwoods hier sind.  Siehe hierzu auch im Kapitel Wachstum. Des  weiteren sind in den 15 Pflanzen noch Stecklingspflanzen aus dem östlichen meerfernen Areal der Redwoods enthalten. 

Stand 2026 haben sich alle Pflanzen, bis auf einige Ausfälle, mit Ausnahme der Herkünfte aus dem östlichen Areal im Landesinnern gut entwickelt. Diese Pflanzen aus dem Inland wachsen deutlich schwächer!



                                                                   

                                                                                                                  oben und unten     Anpflanzung 10 Jahre später im Jahr 2010 im Schnee


                                

                                    



                                

                                                                                        Die Redwoods haben sich trotz steinigem Boden gut entwickelt und sind über 20m hoch


                               

                               

                                                                              Blick aus der Gegenrichtung - die Redwoods überragen das vorgeblendete Laubholz

                                                                                                         


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1997 ergab sich im Seitenschatten von hohen Laubbäumen die Gelegenheit, eine weitere kleine Pflanzung mit ein paar Redwoods und etwas später noch einigen Hemlocktannen, Tsuga heterophylla, Herkunft altes Versuchsgelände Güglingen/Stromberg, anzulegen. Gepflanzt wurden 4 Redwoodstecklingspflanzen, die aus einer Absaat aus dem bekannten Bestand von Kaldenkirchen stammen und jeweils einer Stecklingspflanze von zwei Redwoodpflanzen, die von der Herkunft Stout Grove stammen, die Mutterpflanzen jedoch im Winter 1985/86 bei -24°C erfroren waren. Weitere Stecklingspflanzen der Letztgenannten sind inzwischen die höchsten Redwoods in Unterensingen. Beigepflanzt wurden ca. 7 Jahre später ca. 7 Tsuga, von denen 2 Stück vom Borkenkäfer schwer geschädigt sind - Stand 2026. Die Pflanzen der Herkunft Kaldenkirchen sind auffallend hellgrün, sehr dicht beastet und sehr breitwüchsig. Außerdem zwieseln sie sehr erheblich und sind von schwächerem Wuchs! Hier liegt offenbar Selbstbestäubung vor. Es ist anzunehmen, daß im Bestand in Kaldenkirchen zu viele identische Klone stehen.




                                            

                                                                                                         In der ersten Reihe stehen die hellgrünen und breitwüchsigen Pflanzen aus Kaldenkirchen




                                  

                                                                                                           Anderer Blickwinkel  - es sind die vorgeblendeten Tsuga heterophylla zu sehen - Stand 2017




                                  

                                                                                                         Die beigepflanzten Tsuga het., die allerdings ca. 7 Jahre jünger sind




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                                                                                                               Redwood - Reihung beidseitig eines Waldweges

 

Im Frühjahr 2017 ergab sich die Möglichkeit entlang eines Waldweges entlang einer frisch gefällten Fläche wo jüngere Eschen wegen des Eschentriebsterbens gefällt worden waren 12 Redwoods unterschiedlicher Herkunft links und rechts des Weges mit 7,5m Abstand zu pflanzen. Während nördlich des Waldweges normale Bodenbedingungen vorliegen, herrscht südlich des Weges bis in den Oberboden immer wieder Staunässe durch Tonschichten. Die Redwoods sind in einer gleichzeitig angelegten Eichenreihenpflanzung mit 2,5m Reihenabstand integriert. So stehen entlang des Weges vorerst jeweils 2 Jungeichen zwischen den Redwoods. Es ist jedoch vorgesehen bedrängende Eichen zukünftig zu entnehmen. Untenstehend eine Übersicht der Anpflanzung.

Diese Pflanzen hatten den Winter 2016/17 im Garten sonnengeschützt stehend unbeschadet überstanden. Stand Mai 2017 sind nach dem Spätfrost Ende April mit ca. -6°C nur geringste Verfärbungen sichtbar. Eine Ausnahme macht allerdings der Sämling aus dem Humbold St.P. Dieser hat sich komplett braun verfärbt, allerdings ohne Rückfrierschaden. Im Frühjahr 2020 wurde eine Stecklingspflanze von Jedediah Smith St.P., die nicht richtig angewachsen ist, durch eine Lärchenhybride aus örtlicher Naturverjüngung ersetzt.

Stand 2026 sind die Pflanzen auf der Seite mit erheblichem Staunässeeinfluss ersichtlich kleiner und konnten sich kaum von den zwischengepflanzten Eichen absetzen. Es scheint jedoch, daß eine Anpassung immer mehr erfolgt. Zwei Exemplare stammen von einem feinastig wachsenden Exemplar von Winchuck River, Oregon ab und weisen als Stecklingspflanzen den gleichen Habitus auf. Zum Exemplar aus Mönchengladbach, das deutlich bläulich benadelt ist, ist folgendes anzumerken. Es soll Naturverjüngung eines Parkbaumes sein, dessen Herkunft auf die Selektion aus der Sequoiafarm Kaldenkirchen, nahe der holländischen Grenze, zurückgeht. Diese Pflanze die lt. dendrologischer Literatur über Umwege aus Italien zurückkam, ist wohl eher mit der alten Sorte "Glauca" identisch, die in Italien häufig angepflanzt wurde. Diese ist allerdings weniger frosthart. Zu beobachten ist bei der Pflanze in Unterensingen allerdings eine starke Verzwieselung im Gipfelbereich, die sowohl auf Selbstbestäubung als auf Frostempfindlichkeit der Terminalknospen zurückzuführen sein könnte. Im Gegensatz dazu hat das Nadelkleid aber nie Frostschäden gezeigt. Eine schöne Pflanze, die aber auch wegen ihres moderaten Wuchses eher als Blickfang für den Waldbesucher geeignet ist.


 

 

 

                                                 

 

                                                          

                                                                    

 

 

                                          

                                                                                                           Einige bereits gut entwickelte Exemplare vor den Eichen, Aufnahme Frühjahr 2023    

                            


                                   

                                                                                          Die Entwicklung der Allee aus Redwood, bei der ein Exemplar durch eine jap. Lärche ersetzt wurde im April 2026       


                                        

                                                                                                           Ein durch bläuliche Nadelfarbe auffallendes Exemplar Herkunft Mönchengladbach


     

                                                                   

                                                                                                         Stecklingspflanze Winchuck River Oregon mit Feinastigkeit und geringerer Jahrringbreite



                                                                 

                                                                                                         2026 -  Die Allee wird von zwei älteren Redwoods gepflanzt 1995 vorne und hinten begrenzt


                                                                                                                   

                                                                 

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2015 erhielt ich weiterhin eine interessante kleine Redwoodpflanze die aus einer kleinen Anpflanzung in Seattle Staat Washington, also erheblich nördlicher als der nördliche natürliche Arealrand entstammt. Die Redwoods stehen dort relativ trocken - haben sich aber dennoch natürlich ausgesamt. Ein Liebhaber hatte eine kleine Naturverjüngung nach München mitgenommen und dort im Garten angepflanzt. Von diesem jetzt ca. 15m hohen Baum wurden vegetative Vermehrungen erzeugt. Allerdings ist es in München aufgrund des Großstadteffektes erstaunlich mild. Siehe zu dieser Anpflanzung in Seattle unten stehenden Link.

 

Ende 2018 muß die erhoffte Frosttoleranz jedoch auf höchstens Mittelmaß zurückgestuft werden. Die aufgrund relativ schattiger Lage langsam wachsende Pflanze kann aber zukünftig noch evtl. ihr Potential beweisen. Immerhin scheint sie jedoch im Halbschatten überdurchschnittlich standfest zu sein!

                                                                                                          

                                                                                                                           

                                                                                                                   Portland Park

 

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2018 ergab sich eine weitere Pflanzung ca. 50m westlich des bereits älteren Arboretums. Oberhalb eines Forstweges steht eine Reihung aus großen Japanlärchen und wenigen Laubgehölzen an die sich die Pflanzung anschließt. Zwischen Altarboretum und Neupflanzung stehen hohe Douglasien und einige Fichten. Im Süden ebenfalls Fichten und wenige Buchen und im Westen ca. 25m hohe Fichten mit Weißtannen gemischt. Im Nordwesten und Osten finden sich kleinere Bereiche mit Naturverjüngung von Eiche und Weißtanne. In den oberen südlichen Bereich wurden einige Eichen umgepflanzt.

Die Redwoods wurden in dem sonnigsten Bereich zusammenhängend im 3,5x3,5m Verband gepflanzt. Im Seitenschatten der Douglasien wurden 2 Thuja plicata und 5 Abies concolor Lowiana sowie zwei Vogelbeeren beigefügt. Im Westrand wurden ebenfalls drei schattenertragende Thujen integriert. Insgesamt wurden 36 Redwoods von 30 bis 60cm Höhe gepflanzt. Geschützt werden sie durch je zwei eng eingeschlagene Pflöcke gegen Verfegung. Auf Schutz durch Wuchshüllen gegen Mäusbefraß wurde hier verzichtet. Entlang des Forstweges wurden 2019 noch 2 sehr kleine californische Eiben und 3 Ilex gesetzt.

 

 

Die Redwoods setzen sich zusammen wie folgt:

 

5 Oregon Sämlinge Peavine Ridge 365m ü. NN.

2 Oregon Sämlinge Winchuck River 100m ü. NN.

2 Calif. Sämlinge Rockport 485m ü. NN.

15 vegetative Vermehrungen zweier Oregonpflanzen Winchuck River

4 vegetative Vermehrungen Herkunft Kaldenkirchen

4 vegetative Vermehrungen der Selektion Esveld Holland

5 vegetative Vermehrungen Calif. French Hill Road 700m ü. NN. von Nordgrenze Californien

                                                (Letztere von Baumschule Allerweltsgruen geliefert)

 

 

 

                                                                       

                                                            

                                                         

                                                                                                                            Sicht vom Waldweg nach Süden

 

 

 

 

                                                       

                                                                                                                Sicht nach Osten gegen die Douglasien

 

 

 

 

                                                                                       

                                                                                                                                       Sämling Peavine Ridge

 

 

 

                                                                                              

                                                                                       

                                                                                                                          Abies concolor Lowiana  Sierratanne

 

                                                                                       

 

                                                                                                 

                                                                                                                                Sierratanne in 2020 hüfthoch

 

 

 

 

                                                                                         

                                                                                     Herkunft French Hill Road Ende August nach Pflanzung im Frühjahr 2018, Benadelung auffallend blau

         

                                                          

 

 

                                                                                                 

                                                                                                                   French Hill Road im Sommer 2020 ca. 2,50m hoch

 

 

 

 

                                                                                                 

                                                                                                                                             Nadeln dieses Klons auffallend bläulich

 

 

 

                                                                                         

                                                                                        Stecklingsvermehrung einer älteren Pflanze Herkunft Winchuck River Oregon aus 2008 im August 2018

 



                                                                                                Ansicht im Winter 2022/23 - man beachte die Person linksmittig


 

Im Frühjahr 2019 wurden ca. 50-100m nördlich oben genannter Fläche noch weitere vegetativ vermehrte Redwoods gepflanzt.

7 Exemplare Winchuck River abstammend und jeweils ein Exemplar von Kaldenkirchen und Napa Valley ca. 800m ü. NN.


Im Frühjahr 2026 wurden die Redwoods aus erstgenannte Fläche aus 2018 ca. auf ein Drittel der Höhe aufgeastet! Die Bestandhöhe bewegt sich ca.  zwischen 5m und 9m. Die Thujen sind ebenfalls gutwüchsig, meist zwischen 5 bis 6m hoch. Die Sierratannen starten jedoch vergleichsweise langsam und sind zwischen 2 und 4m hoch. In dem Redwoodbestand fallen ca. 5 Exemplare eines sehr feinastig und schlank wachsenden Klones aus Oregon auf.


                                                                        




                               



                             

                               


 

   

   

 


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Nordwestlich obiger beschriebener Fläche, ca. 100m hangabwärts, ergab sich 2019 nach dem Kahlschlag einer weiteren Fichten-Käferfläche, in die sich dort einstellende Naturverjüngung aus Weißtanne - Abies alba, Fichten, Birken, Erlen und Zitterpappeln, einige Redwoods und später noch ein paar zusätzliche Exoten einzustreuen. Bei den Redwoods handelte es sich um Stecklingspflanzen einer Absaat aus Oregon, Winchuck River 100m ü. NN. aus 2008, die im Kapitel Herkünfte bereits beschrieben wurde. Allerdings stammen diese Oregon-Redwoods von einer anderen Teillieferung. Die besagten Redwoods wachsen in der Mehrzahl recht feinastig und locker, wobei aber eine Pflanze sehr vigurös und von normalem Habitus ist.

Gepflanzt wurden 2019 6 Stecklingspflanzen, die von 2 feinastigeren Oregonredwoods abstammen und 1 Stecklingspflanze mit besagter starker Wuchskraft.

Aus dem östlichen Randgebiet in Californien zwei  Stecklingspflanze Herkunft Lakoya, Napa Valley in 2019 und 2022.

Aus dem nördlichsten Zipfel von Californien Herkunft French Hill Road, ca 800m ü. NN. eine Stecklingspflanze

An weiteren Exoten kamen noch einige Tsuga heterophylla, Herkunft Arboretum Burgholz/Wuppertal und 3 Pinus strobus aus örtlicher Naturverjüngung dazu.


Stand 2024 lässt sich folgendes beobachten

- die Redwods aus Oregon haben sich trotz der großen Trockenheit in den Jahren 2018 bis 2020 gut entwickelt. Eine Pflanze aus dem östlichen Herkunftsgebiet, Lakoya, aus 2019, blieb stark zurück und mußte freigehauen werden. Ihre 3 Jahre später gepflanzte Kollegin kommt ebenfalls nicht richtig voran. Der 2022 gepflanzte Redwood aus dem Norden Californiens, French Hill Road wird weniger bedrängt und scheint sich durchsetzen zu können.

Zwei Tsuga heteropylla, gepflanzt 2019, stehen mit Höhen von ca. 4-6m gut da. Später gepflanzte Kollegen fielen allerdings bis auf zwei Exemplare der Trockenheit, verstärkt durch den  Nadelholztrauf, zum Opfer. Die 3 Pinus strobus litten z.T. unter zu starkem Seitenschatten des angrenzenden Altbestandes und sind eher langsam gestartet. Eine Pflanze bekam recht schnell den Strobenrost, erholte sich aber wieder. Um den Stroben zu helfen wurden etliche Weichhölzer entfernt.

Eine Besonderheit ist eine Naturverjüngung der Esskastanie, Castanea sativa, wohl von einem 2005 gepflanzten Exemplar stammend, das ca. 300m entfernt beim sog. Arboretum steht. Die Esskastanie wurde erst vor kürzerer Zeit ein paar mal im Wald bei Unterensingen angepflanzt.



                                                                                                                                Zwei der feinastigeren Klone aus Oregon




                                                    

                                                                                                                                   Noch einer!



                                                                    

                                                                                                                                           Tsuga heteropylla aus Arboretum Burgholz



                                                                          

                                                                                                                                                  Pinus strobus etwas eingeklemmt



                                                                          

                                                                                                                                                   Naturverfüngung Esskastanie


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Im Frühjahr 2020 ergab sich weiterhin die Möglichkeit etwa 80m hangaufwärts eines bestehenden Anbaues von Redwoods Herkunft Oregon gepfl. 2012 eine weitere kleine Pflanzung anzulegen. Die neue Fläche ist im Osten und Süden von Laubwald und im Westen von Nadelwald beide ca. 25-30m hoch umgeben. Nördlich schließt sich eine bis zu 10m hohe Naturverjüngung aus Laub- und Nadelholz an. Begrenzt wird sie im Süden und Norden jeweils durch eine Rückegasse. Das Bruttomaß beträgt ca. 40x40m. Die Redwoods wurden im mittleren Bereich der Lichtung angelegt, wo vorerst genügend Licht einfällt. Im Norden und Süden findet sich Naturverjüngung von Buche, Fichte, Tanne und einigen Douglasien die in der Pflanzung integriert wurden. Diese Pflanzung wurde schon im letzten Drittel des Februars angelegt bei mildem Wetter um der regelmäßigen Frühjahrstrockenheit zuvor zu kommen. Folgende Fröste im März bis -5°C haben nicht geschadet.

Aufgrund der reichlich vorhandenen Natürverjüngung wird sich hier gut beobachten lassen, ob und wie sich Redwood in solche Gegebenheiten einfügt und evtl. eine Bereicherung sein kann.


 

 

1 Stück Herkunft Rockport Cal. Nr.1 Stecklingsspflanze

6 Stück Herkunft Oregeon Winchuck River Stecklingspflanzen Nr. 5

1 Stück Herkunft Kaldenkirchen Dt. Stecklingspflanze Hauptklon

1 Stück Herkunft Kaldenkirchen Dt. Stecklingspfl. mit bläulicher Farbe

1 Stück Herkunft Lokoya Napa Valley östl. Vorkommen ca. 700m ü. NN. Stecklingspflanze aus Kuserversuch

5 Stück Herkunft French Hill Road 800m ü. NN. Calif. Stecklingspflanzen von 4 Mutterpfl.

                          (French Hill Road an Grenze zu Oregon ca. 20km landeinwärts, isolierter Grove)

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

 


                                                                                                                                 Blick von Westen auf die Fläche

 

 

                                                                                                   

                                                                                 

                                                                                                                                            Blick aus Osten auf die Fläche

                                                                                                   

 

 

 

                                                                                 

                                                                                                                                   Naturverjüngung von Fichte und Tanne im Randbereich

 

 

 

 

                                                                                                  

             

 

 

  

                                                                                  

                                                                                                                                      Standbäume der Herkunft French Hill Road in Burgund in Frankreich

 

 

 

                                                                                              

                                                                                                                                          Stecklingspflanze Herkunft French Hill Road 

 

 

 

 

                                                                                             

                                                                                                                                           Stecklingspflanze Rockport Californien

 


                                                                

                                                                                                                   Feinastiger Klon aus Oregon in 2026


                                                                    

                                                                   

                                                                                   Einer der besseren klone von der Herkunft "French Hill Road aus ca.  800m ü. NN. an der Nordgrenze Californiens


                                                                   

                                                                                              Das Leben nach dem Tod! Eine wüchsige Pflanze der Herkunft Rockport Californien, nach wenigen Jahren

                                                                                                    durch Spätfrost abgestorben - lebt in ihrer Stecklingspflanze weiter





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Im Herbst 2020 mußte unweit der bereits vorhandenen Oregonpflanzungen eine Fichtenpflanzung geräumt werden, die vom Borkenkäfer befallen war. Diese ist unten ca. 50m breit, zieht sich ca. 100m hangaufwärts und verengt sich oben auf 30 bis 40m. Östlich und westlich stehen weiterhin ca. 20-30m hohe Weißtannen, Abies alba, die vom Borkenkäfer verschont wurden
. Die Lichtung beginnt ca. 10m oberhalb eines viel begangenen Waldweges und zieht sich einen mäßig steilen Nordhang hoch. Untergliedert wird die Fläche von 3 Rückewegen, die in Ost-West-Richtung verlaufen.

Weißtannennaturverüngung ist fast nur in geringer Größe von ca. 10cm Höhe vorhanden, zusätzlich im unteren Bereich einige Laubholzverjüngung aus Eiche und anderen Laubbaumarten. Erstaunlich ist, daß die Verjüngung der Weißtanne und aller anderen gepflanzten Nadelhölzer im Winter 2020/21 nicht verbissen wurde - die Laubhölzer jedoch sehr stark.

Im obersten Gipfelbereich wurden ca. 35 Strobenpflanzen aus Naturverjüngung von zwei örtlichen Standorten verpflanzt. Diese Stroben sind sehr unterschiedlicher Größe von 20cm bis 140cm bei wenigen Exemplaren. Verpflanzt wurde wurzelnackt bereits Anfang Februar.

Nach unten schließen sich im engsten Bereich ca. 10 Redwoodstecklingspflanzen an, die mittig angeordnet wurden. Flankiert werden sie im Seitenschatten von Douglasien und Sierratannen aus örtlicher Naturverjüngung. Im Frühjahr 2021 stellte sich aber bereits heraus, daß nur wenige Sierratannen angewachsen sind. Offenbar lassen sich sehr lange verhockte Tannen kaum mehr verpflanzen.

Der untere Bereich, der mit ca. 50m am breitesten ist, beherbergt in der Mitte 18 Redwoodstecklingspflanzen unterschiedlicher Herkunft im 6m Verband. Jeweils mittig wurde eine Hainbuche gesetzt. Am oberen Abschluß nehmen diese Rolle einige Vogelbeeren ein. In der nordwestlichen Ecke wurde ein Trupp von ca. 15 Hemlocktannen, Tsuga heterophylla, Herkunft Exotenwald Wuppertal/Burgholz eingefügt. Weitere 7 Exemplare aus dem Arboretum Diedorf bei Augsburg wurden 2022 über die Pflanzung verteilt. An der westlichen Seite wieder Douglasien, Küstentannen und einige Vogelkirschen. Eine weitere kleine Besonderheit sind zwei örtliche Naturverjüngungen von Tulpenbäumen hierher umgepflanzt. Ganz unten in Wegenähe stehen nochmals ca. 10 Redwoods in engerem Abstand. Alle wurden bereits im März gepflanzt.

Die Redwoods stammen aus Stecklingen von Pflanzen aus Oregon, dem Grove French Hill Road an der Nordgrenze Californiens, der Herkunft Rockport aus dem mittleren nördlichen Gebiet, zwei Exemplaren aus Großraum Californien, einem Exemplar aus dem Stout Grove bei Crescent City, einer Naturverjüngung im bot. Garten Bonn (Herkunft Kaldenkirchen) und einer Stecklingspflanze Schloßpark Weinheim (Herkunft Kaldenkirchen).





                                                 
                                                                                                                                                 Blick von Nord nach Süd                                                                                                              


                         

                               

                                                                                                                          Blick im unteren Bereich nach Osten, Redwoods im 6x6m Verband    


                           

                                                                                                  

                                                                                             

                                                                                                                                                     Stroben im obersten Teil



                                                                                             

                                                                                                                                          Sierratanne aus Naturverjüngung



                                                                                             

                                                                                                                                   Hemlocktanne aus Exotenwald Burgholz/Wuppertal

                                                                                                                                                  



Im Frühjahr 2024 ergibt sich folgendes Bild - die Redwoods haben Höhen von ca. 1,50 bis 4,0m erreicht. Die aus tiefem Schatten, teils später gepflanzten Stroben, regenerieren sich langsam. 2023 und 2024 wurden diese daher mit Kaffeesatz gedüngt um schneller aus der Unkrauflora herauszukommen. Einige brusthoch verpflanzten Exemplare sind  leicht über 2m hoch, der Rest von 30cm bis 150cm hoch. Die Sierratannen sind noch unter 1m hoch. Später gepflanzte Tsuga heterophylla Herkunft Diedorf (Bayern) und Wuppertal (Burgholz) von 50cm bis ca. 160cm hoch.

Tsuga heteropylla mußte aufgrund schlechten Zustandes beim Umpflanzen länger gewässert werden um anzuwachsen in den trockenen Sommern. Bis zum Winter 2023/24 gab es keine Winterschäden. Allerdings erfolgte im späteren Frühjahr 2024 nach sehr mildem Winter ein Spätfrost Ende April mit ca. -3°C, der erstaunlicher Weise bei verschiedenen Arten sichtbare Schäden hervorrief. Vor allem die einheimische Weißtanne (Abies alba), die sich teils dicht angesamt hat erlitt deutliche Schäden. Die bereits erfolgten Austriebe erfroren bei Exemplaren bis ca. Hüfthöhe oft bis zu 2/3 der Gesamthöhe. Die ebenfalls früh austreibende Tsuga heteropylla hatte dagegen geringere Schäden, da noch nicht so weit ausgetrieben. Die Tsuga hat auch eine wesentlich höhere Ausschlagfähigkeit als die Weißtanne. Bei der Tsuga-Herkunft Diedorf, deren Erstanbau jetzt bereits fast 100 Jahre zurückliegt, darf man davon ausgehen, daß dies eine Küstenherkunft war. Bei der Herkunft Burgholz/Wuppertal stammt der Samen wohl aus mittlerer Höhenlage. Hinsichtlich des beschriebenen Spätfrostes scheint sich die Herkunft Diedorf in der Breite besser geschlagen zu haben. Allgemein sind Herkünfte aus Tieflagen weniger anfällig gegen Spätfrost!

Redwood teils leichte Schäden ohne Belang - ein Unterschied der Herkünfte ist nicht feststellbar! Küstenherkünfte sind aber nicht frostempfindlicher. Sierratannen ohne Schäden. Die Strobe ebenfalls unbeschadet.




                                                                                                     Stark geschädigte Weißtanne vor unwesentlich geschädigter Tsuga het. Herkunft Diedorf




                                                                                                                Unbeschädigte und wüchsige Tsuga het. Herkunft Burgholz bei Wuppertal




                                                                                                                                 Einige Redwood-Exemplare haben bereits Höhen von 3-4m




                                                                                                                          Redwood Herkunft French Hill Roas Nordgrenze Calif. mit leichten Frostschäden


Ende 2025 ergibt sich folgendes Bild - die Redwoods haben Höhen von ca. 3 bis 6m erreicht, die Mehrzahl wohl zwischen 4 und 5m. Die bei der Pflanzung sehr kleinen Hemlocktannen der Herkunft Burgholz sind meist nur zögerlich angewachsen und sind im Schnitt deutlich kleiner als die Herkunft Diedorf. Ob es an der Herkunft liegt ist aber unklar. Die zwei Tulpenbäume aus örtlicher Naturverjüngung haben sich gut entwickelt. Die Naturververjüngung der Weißtanne, Abies alba kann vorerst mit dem rasanten Wachstum der Redwoods nicht mithalten. Lediglich etliche Laubholzarten starten ähnlich schnell. Die Schlagflora aus Himbeeren und Brombeeren hauptsächlich, ist über 2m hoch, aber inzwischen überwachsen. Am westlichen Rand der Pflanzung gepflanzte Douglasien sind vorerst noch kleiner als die Redwoods. Dort ebenfalls gepflanzte Sierratannen, Abies concolor Lowiana sind teils nicht angewachsen aufgrund von Trockenheit und entwickeln sich langsamer als die Douglasien. 




                                                      

                                                                                                                       Einer der Tulpenbäume im schönen Herbstlaub



                                                                                                             

                                                                                                                                  Im April 2026 sind einige Redwoods fast 6m hoch



                                                           

                                                                                                                              Eine der besten Tsuga-Exemplare der Herkunft Burgholz/Wuppertal




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Im Winter 2022/23 wurde ca. 40m unterhalb eines Forstweges innerhalb einer reinen jüngeren Fichtenpflanzung eine Fläche von ca. 20x30m aufgrund von Borkenkäferbefall entnommen. Die Fläche ist auf allen Seiten von 15-20m hohen Fichten umgeben. Im Osten und Westen führen jeweils Rückegassen vorbei. Die Fläche liegt an einem sanften Nordwesthang mit mittlerer bis guter Wasserversorgung. Im östlichen feuchteren Teil hat sich teils dichte Verjüngung aus Bergahorn Acer pseudoplatanus angesamt. Vorwiegend  im östlichen und nördlichen Bereich wurden zusätzlich 6 Stecklingspflanzen der Herkunft Rockport und Herkunft French Hill Road, 8 Hemlocktannen Tsuga heterophylla Herkunft Diedorf Bayern und 3 Sicheltannen Cryptomeria japonica am feuchten westlichen Rand eingebracht. Die Pflanzung erfolgte bereits am 20.2.23 um der inzwischen regelmäßigen Frühjahrstrockenheit zuvor zu kommen. Der Winter kam zwar bereits eine Woche später mit leichten Minusgraden zurück - was aber den Anwuchs nicht gefährden sollte.

Im Frühjahr 2026 ergibt sich folgenden Bild. Die Hälfte der Redwoodpflanzen hat in einem ca. 2-3 Jahre zurückligenden kälteren Winter erhebliche Schäden erlitten und erholt sich nur zögerlich. Offensichtlich gibt es auch innerhalb der Herkunft French Hill Road bessere und schlechtere Pflanzen! Ebenfalls ist ca. die Hälfte der Tsuga heterophylla ausgefallen, da ihnen der hochanstehende Ton nicht zusagt und wohl zu Trockenschäden geführt hat. Dagegen haben sich die 3 Sicheltannten, Crypormeria japonic, gut entwickelt und sind ca. 2,5m hoch. Der Boden dort ist besser! 



 

 

 

                                                                                                                                        Blick von Ost nach West in das Käferloch

 


                                                                                                      Im Westteil hat sich bereits eine Laubholzverjüngung vorwiegend aus Bergahorn eingestellt                                                                          

                                  



                                                                                                                      Hemlocktanne Tsuga heterophylla in Wuchshülle gegen Mäusebefraß




                                                                                                                                           Redwood Stecklingspflanze Herkunft Rockport




                                                                                                                                         Sicheltanne Cryptomeria japonica aus Naturverjüngung in Kärnten

      


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Im Winter 2023 wurde unterhalb einer bereits bestehenden Anpflanzung aus 2020 an einem stark begangenen Waldweg eine Fichtenfläche, die vom Borkenkäfer befallen war, gefällt. Unter dieser Fichtenfläche hatte sich von benachbarten Weißtannen (Abies alba) ausgehend, eine teils mehr oder weniger geschlossene Naturverjüngung dieser Tanne und etlicher Laubbaumarten von ca. 0,5 - 1,5m Höhe etabliert. Einige bereits zu hohe Laubbaumarten wurden allerdings entfernt. Diese Naturverjüngung erstreckt sich auf ca. 50m und ca. 15m Tiefe entlang des Weges, teils im Seitenschatten älterer Weißtannen. Der Boden ist frisch und guter Lehm auf unterem Nordhang.

An geeigneten Stellen wurden 20 Redwoodpflanzen, wurzelnackt, aus vegetativer Vermehrung, von unterschiedlichen Pflanzen nördlicher Herkunft, Mitte Februar 2024, bei recht milder Witterung eingebracht. Die Pflanzen stehen 4 - 6m auseinander. Zwar beginnen die Weißtannen bereits zu ziehen - die Redwoods sollten aber aufgrund ihres sehr schnellen Wuchses aufholen können.



                                                                                                                                                         


 

                                                                                                                                          Sicht auf die Pflanzfläche von Osten




                                                              

                                                                                                                                       Sicht auf die Pflanzfläche von Westen




                                           

                                                                                                                                             Mittlerer Bereich fast volle Sonne



                                                                 

                                                                     

                                                                                                                          Teils sehr dichte Tannenverjüngung mit etwas Laubholz

  



                                                               

                                                                                                                             Teils auch Lücken mit Pflanzgelegenheit




                                                             




Nach der Pflanzung Mitte Februar 2024 nach dem milden Winter erfolgte Ende April 2024 doch noch ein eher leichter Spätfrost, der bei den Weißtannen aus Naturverjüngung deutlich sichtbare Schäden hinterließ. Es sind allerdings nur wenige Weißtannen komplett eingegangen. Der Neuaustrieb erfror teils zu 80% - oft sind nur noch die Spitzen unbeschädigt. Die zwischengepflanzten Redwoodstecklingspflanzen hatten nach dem Verpflanzungsschock noch nicht richtig ausgetrieben und daher keine Schäden. Dies zeigt, daß Spätfröste für einige Arten trotz mildem Winterverlauf eine erhebliche Gefährdung sind. Daran wird auch die Klimaerwärmung vorläufig nichts ändern!

                                                               



                                                                                                        Spätfrostschaden bei Abies alba, frisch gepflanzter Redwood daneben unbeschadet





                                                                                                         Fast alle Weißtannen von Spätfrost betroffen