Der  Küstenmammutbaum

(Sequoia Sempervirens)

                                                                                                                                                                     

                                                                                                   Ergebnisse eines forstlichen Anbauversuchs über 30 Jahre an einem Standort in Deutschland

 

                                                                                             

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

 

                                 EINLEITUNG                                                         

                                                                                                            

Während für den Gebirgsmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) eine weit zurückliegende Anbauerfahrung in Deutschland vorliegt ist dies für den Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) nicht gegeben.  Ursache ist die  Frostempfindlichkeit.  Es gibt zwar einige Altbäume an sog. Klimaoasen in Parks - ein Anbau unter Waldbedingungen begann aber erst ab 1952, initiiert durch die Eheleute Martin im milden Westen der BRD dem einige einzelne Versuche an weiteren wintermilden Standorten im Staatsforst folgten.

Ab 1980 ergab sich für mich die Möglichkeit im vergleichsweise kälteren Bereich des Vorlandes der Schwäbischen Alb im Neckarbereich einige kleinere Anbauversuche mit unterschiedlichen Herkünften des  Küstenmammutbaumes durchzuführen.  Auffallend ist das sehr starke Jugendwachstum der Art, das im Gegensatz zum langsam startenden Gebirgsmammutbaum steht. Einschränkungen ergeben sich jedoch durch eine relativ hohe Frostempfindlichkeit und eine anfänglich ebenfalls hohe Schneedruckempfindlichkeit, die jedoch im Zuge der fortschreitenden Klimaerwärmung nach meiner Einschätzung an Bedeutung verlieren werden.                   

Bemerkenswert ist daß sich der Küstenmammutbaum in Anbauten in Europa und den vereinzelnten Vorkommen in der BRD  als  langlebig, also klimastabil erwiesen hat, sofern man ihm die zusagenden standörtlichen Grundbedingungen zuweist.                  

Wenn auch der Küstenmammutbaum vorerst in seiner Eignung als Forstbaum weiterhin erst noch beobachtet werden muß, sind die ersten Ergebnisse doch ermutigend. Entsprechend den dargelegten Standortwünschen kann der Küstenmammutbaum kleinflächig angepflanzt werden bzw. als attraktiver Forstbaum entlang von vielbegangenen Wegen im stadtnahen Erholungswald. Für eine Anpflanzung innerhalb der Bebauung eignet er sich aufgrund seiner auch bei uns erreichbaren Dimension weniger. Dem steht auch sein weitstreichendes Wurzelwerk, die Ausschlagfähigkeit aus demselben und gelegentliche Frostschäden entgegen - also nur für größere Anlagen in milden Lagen zu empfehlen.